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ICELAND – Eine Reise in die Anderswelt

Ein poetisches Album‑Portrait von mikebo


Mit seinem elektronischen Album ICELAND öffnet Michael Bork, alias mikebo, ein Tor in ein Reich, das zugleich vertraut und unendlich fern wirkt. Es ist eine Reise in das mystische Land der Eiskönigin, zu den weißen Wanderern, zu Frau Holle – und doch führt sie weit über die geografische Insel Island hinaus. ICELAND ist ein Klangportal, ein Übergangsort, an dem Mythen atmen und die Grenzen zwischen unserer Welt und der Anderswelt durchlässig werden.

Das Album beginnt mit der eruptiven Energie von VATNAJOEKULL, einem musikalischen Vulkanausbruch, der die Erde beben lässt.
Die ersten Takte wirken wie das Erwachen einer uralten Kraft, die unter dem Eis schlummert. Doch mikebo nutzt diese Dynamik nicht, um uns in die Realität Islands zurückzuholen – im Gegenteil: Er führt uns tiefer hinein, unter die Oberfläche, hinter den Schleier, der die sichtbare Welt von der unsichtbaren trennt.

Denn ICELAND ist mehr als Island. Es ist ein innerer Kontinent, ein seelisches Terrain aus Klang und Stille, aus Licht und Schatten. mikebo blickt durch den unsichtbaren Vorhang, der die Alltagswelt von der Welt der Geister, Götter und archetypischen Kräfte trennt. Seine Musik wird zum Reiseführer in ein Reich, in dem Zeit nicht linear verläuft und Landschaften aus Erinnerung, Mythos und Vision bestehen.

Im Zentrum des Albums steht die siebenteilige elektronische Symphonie LIGHTS OF THE GODS – ein Zyklus, der wie ein kosmisches Ritual wirkt. Jeder Teil ist ein Funke aus einer anderen Sphäre, ein Fragment göttlicher Strahlung, das sich in Klang verwandelt. Die Serie entfaltet sich wie ein Aufstieg: von den tiefen, pulsierenden Schichten der Erde hinauf zu den schimmernden Himmelslichtern, die über Island tanzen. Die Musik erinnert an Nordlichter, die sich in Zeitlupe bewegen, an flüssiges Licht, das den Himmel bemalt, an die stille Majestät einer Natur, die größer ist als der Mensch.

mikebo komponiert diese Klangwelten wie ein Maler, der mit Frequenzen statt Farben arbeitet. Seine elektronischen Texturen sind mal kristallklar, mal nebelhaft, mal schwebend, mal eruptiv. Sie erzeugen ein Gefühl von Weite, von Einsamkeit, von Erhabenheit – und zugleich von Geborgenheit in einem Raum, der nicht von dieser Welt ist.

ICELAND ist ein Album für Reisende, die nicht nur Landschaften, sondern auch Bewusstseinsräume erkunden wollen. Es ist ein Soundtrack für jene, die an die Kraft der Mythen glauben, an die Sprache des Lichts, an die Geschichten, die im Eis eingeschlossen sind. Ein Werk, das uns einlädt, die Augen zu schließen und die Schwelle zu überschreiten – hinein in die Anderswelt, in der die Götter ihre Lichter entzünden und die Musik selbst zum Weg wird.

Die Playlist:

  • 01 Vatnajoekull
  • 02 Frigg The Cloudspinner
  • 03 Iceland
  • 04 Lights Of The Gods – Part I
  • 05 Lights Of The Gods – Part II
  • 06 Lights Of The Gods – Part III
  • 07 Lights Of The Gods – Part IV
  • 08 Lights Of The Gods – Part V
  • 09 Lights Of The Gods – Part VI
  • 10 Lights Of The Gods – Part VII
  • 11 March Of The White Walkers
  • 12 Melting Snow (Trad.)

Und wer nur den Sound genießen möchte, hat dazu auf SPOTIFY die Möglichkeit …

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