
Fotodirektdruck auf AluDibond | 90 x 160 cm | Preis und abweichende Größen auf Anfrage.
Fotografiert in Berlin: Ein stiller Korridor zwischen zwei Welten, ein Raum, der nur in den späten Stunden existiert, wenn die Stadt ihren Rhythmus verlangsamt. Die Lichter ziehen sich wie eine endlose Kette von Gedanken durch die Dunkelheit, und die Schienen tragen den Nachhall unzähliger Wege, die hier schon begonnen oder geendet haben. In dieser Stunde gehört der Untergrund jenen, die sich lautlos bewegen – den Reisenden, die nicht gesehen werden wollen, und den Geschichten, die nur im Schatten Gestalt annehmen. Der „Night Rider“ ist eine dieser Gestalten. Keine Figur aus Fleisch und Blut, sondern ein Echo der Stadt selbst. Er taucht auf, wenn Berlin seine Oberfläche verliert und seine inneren Schichten freilegt. Er kennt die verborgenen Pfade, die Orte, an denen Zeit sich dehnt, und die Momente, in denen die Realität für einen Augenblick durchlässig wird. Sein Weg führt durch die Adern der Metropole, als wäre er ein Impuls, der das nächtliche System am Leben hält. So erzählt das Bild von einer Reise, die weniger geografisch als existenziell ist. Es beschreibt den Moment, in dem man sich dem Untergrund anvertraut und für kurze Zeit Teil eines unsichtbaren Stroms wird. Der „Night Rider“ steht für all jene, die sich in dieser Zwischenwelt bewegen: Suchende, Beobachter, Menschen auf dem Weg zu etwas, das erst im nächsten Licht sichtbar wird.