Innere Landschaften
Auf dem Weg
„In uns fließt ein ganzer Strom von Gefühlen; jeder Tropfen Wasser ist ein Gefühl. Lass uns unsere Gefühle so betrachten, als ob wir am Ufer eines Flusses säßen und aufmerksam verfolgten, was alles vorbeifließt. Lass uns jedes einzelne Gefühl identifizieren. Ein Gefühl hält eine Weile an, dann wird es von einem anderem abgelöst. Meditieren heißt, sich jedes einzelnen Gefühls bewusst zu werden. Nehmt es wahr, lächelt es an, schaut tief in es hinein und umarmt es von ganzem Herzen. Wenn ihr auf diese Weise beständig tiefes Schauen übt, entdeckt ihr die wahre Natur eines jenes Gefühls, und ihr verliert eure Angst, selbst vor einer schmerzlichen Empfindung. Euch wird klar, dass ihr mehr seid als eure Gefühle, (…). Indem wir tief in jedes Gefühl schauen, identifizieren wir seine Wurzeln, die in unserem Körper, unseren Wahrnehmungen oder unserem Tiefenbewusstsein liegen können. (…) In dem du in ein einziges Gefühl schaust, kannst du alles andere entdecken. Öffne deine Augen für das Intersein aller Erscheinungen, und du wirst das Eine in dem Ganzen und das Ganze in dem Einen erkennen.“
Das Herz von Buddhas Lehre von Thich Nhat Hahn

Baum der Erleuchtung
„Der Wald ist ein besonderes Wesen,
von unbeschränkter Güte und Zuneigung,
das keine Forderungen stellt
und großzügig die Erzeugnisse seines Lebenswerks weitergibt;
allen Geschöpfen bietet er Schutz und spendet er Schatten,
selbst dem Holzfäller, der ihn zerstört.“
Siddhartha Gautama

In der Einheit
„Der Wind pfeift im Bambus,
und der Bambus tanzt.
Wenn der Wind aufhört,
wird der Bambus still.
Ein silberner Vogel fliegt
über den herbstlichen See.
Ist er verschwunden,
so versucht die Oberfläche des Sees nicht,
das Bild des Vogels festzuhalten.“
Huong Hai (1626-1715)

Innenleben eines Ahorns 1
„Bäume sind Gedichte,
die die Erde in den Himmel schreibt“
Kahil Gibran
Über 150 Arten der Gattung Ahorn gibt es und alle Arten haben eine Leidenschaft: Farben und Formen. Aber gibt es einen anderen Baum als den japanischen Ahorn, der uns dermaßen mit seiner Vielfalt von schillernden Farben und fantasievollen Formen verzaubert und die traurigen Gedanken vertreibt?

Innenleben eines Ahorns 2
„Bäume sind Gedichte,
die die Erde in den Himmel schreibt“
Kahil Gibran
Über 150 Arten der Gattung Ahorn gibt es und alle Arten haben eine Leidenschaft: Farben und Formen. Aber gibt es einen anderen Baum als den japanischen Ahorn, der uns dermaßen mit seiner Vielfalt von schillernden Farben und fantasievollen Formen verzaubert und die traurigen Gedanken vertreibt?

Intersein
„Erkenne, dass alles mit allem verbunden ist“
Leonardo da Vinci
Heute spricht eine immer größer werdende Zahl von Quanten-Physikern vom Glauben an eine allumfassende Verbundenheit des Seins.
Ähnliche Aussagen wurden zu allen Zeiten von spirituellen Lehrern gemacht.
„Nichts hat eine separate Existenz oder ein Eigenständiges Selbst. Es gibt nur ‚Intersein‘ zwischen allem, was ist.“ So gab Thich Nhat Hanh Worte von Siddhartha Gautama wieder. Und: „Die Blume sind wir, der Berg sind wir, und unsere Eltern und Kinder sind alle wir. Wenn wir verstanden haben, dass jedes Wesen und jedes Ding demselben Lebensstrom angehören, schwindet unser Leiden.“

Lindenstrahlen
„Linde…schon allein der Klang des Namens dieses Baumes weckt Bilder, Träume, Dufte und Töne. Warme milde Sommerluft, der Duft von Blüten und Honig, das tiefe Summen vieler Tausend Bienen. (…) Alles an der Linde ist weich und süß, eben lind. Die Menschen haben sich seit langen Zeiten die Linde zum klassischen Mittelpunkt ihrer Dörfer und Städte gemacht. Diese Liebe beruht auf Gegenseitigkeit. Auch die Linde scheint die Nähe des Menschen zu lieben, sie wächst nicht gern, Baum an Baum gedrängt im Wald. (…)
Die meisten Lindengeschichten sind zugleich auch Liebesgeschichten, denn die Linde ist der Baum der Liebe. Sie war natürlich einer Göttin der Liebe geweiht; in der Antike der Aphrodite, bei den Germanen der Freya. Die Linde, als Baum der Liebe, trägt tausende von kleinen Herzen an ihren Zweigen. Ihre unregelmäßig geformten Blätter haben nämlich genau die Form des Herzens.“
Susanne Fischer-Rizzi

Lost
„Wie alle Wesen ist der Mensch Teil des Ganzen,
das wir ‚Universum‘ nennen …
Er erfährt seine Gedanken und Gefühle als etwas,
das ihn von anderen trennt, aber dies ist eine Art optischer Täuschung des Bewusstseins.
Diese Täuschung ist für uns eine Art von Gefängnis…“
Albert Einstein

Moorlichter 5
Unser Planet befindet sich in einem Transformationsprozess bedingt durch menschengemachten Klimawandel. Doch die Erde hält uns Menschen die Moore bereit, eine große Ressource, um die Lufterwärmung positiv zu beeinflussen.
Franziska Tanneberger schreibt in ihrem Buch „Das Moor“:
„Kohlenstoff, den die Pflanzen (…) aus dem CO2 der Luft gewonnen haben, wurde im Boden eingelagert, in Mooren, die der Luft CO2 entziehen und den Anteil dieses Gases in der Atmosphäre dadurch reduzieren. Jedenfalls solange sie nass sind. (…) Dieser Zersetzungsprozess macht die Moore für den menschengemachten Klimawandel relevant. Den je mehr CO2 in der Atmosphäre ist, desto heißer wird es auf unserem Planeten. Die Dimension ist gigantisch: Etwa ein Drittel des Kohlenstoffs, der weltweit in den Böden steckt, ist in den Mooren – obwohl diese nur 4 Prozent der Landfläche der Erde bedecken. (..) Solange der Kohlenstoff im Boden verschlossen bleibt, haben die Moore eine Klimaschutzfunktion.“

Panta rhei am Mekong
“Alles fließt“ und „nichts ist so beständig wie der Wandel“ …
… sind vielleicht die bekanntesten Aussagen von Heraklit von Ephesus (griechischer Philosoph um 520-460 v. Chr.). Folgend können wir nicht sagen, dass wir sind, weil: „wir sind und sind gleichzeitig nicht“, so seine Doktrine der „Einheit der Gegensätze“.
Zu ähnlicher Zeit (um 563-483 v.Chr.) wirkte in Indien Siddhartha Gautama, bekannt als Buddha, in dessen Lehre die Unbeständigkeit eine zentrale Rolle einnimmt. Thich Nhat Hanh, Zen-Buddhist, beschrieb es so:
„Keine zwei aufeinander folgenden Augenblicke bleiben die Dinge sich gleich; sie sind in ständiger Veränderung. (…) Indem wir die Unbeständigkeit tief berühren, berühren wir die Welt jenseits von Unbeständigkeit und Beständigkeit. Wir berühren den Grund des Seins und erkennen, dass das, was wir Sein und Nicht-Sein genannt haben, nur Vorstellungen sind. Nichts wird je gewonnen, nichts wird je verloren.“

Sonnensterne 1
„Die Sonne heilt alle Leiden“
Nicholas Culpepe
Sonnenblumen werden im Volksmund Sonnensterne genannt.
Auf Latein heißt die Sonnenblume Helianthus – Blume des Helios, des Sonnengottes.
„Stetig folgt sie mit ihrer Blüte dem Lauf der Sonne. (…) Bewundernd verliert sich der Blick in der Spiralform ihrer Blüte, die wie ein Sonnenmandala anmutet. Die Spirale als Grundform des Lebens zeigt sich auch im Aufbau vom Blatt und Stängel. Sie schraubt sich regelrecht zum Licht empor. Auch wenn sie alles versucht der Sonne nah zu sein, beugt sie sich schließlich unter der immensen Last ihrer Samen zur Erde. Übertragen wir diese Geste auf uns Menschen, dann finden wir in der Sonnenblume vor allem ein Heilmittel, das uns wieder im Einklang mit der Sonne schwingen lässt, wenn sich das innere Auge von lichten Prinzip des Lebens abgewandt hat.“
Margret Madejsky und Olaf Rippe

Sonnensterne 2
„Die Sonne heilt alle Leiden“
Nicholas Culpepe
Sonnenblumen werden im Volksmund Sonnensterne genannt.
Auf Latein heißt die Sonnenblume Helianthus – Blume des Helios, des Sonnengottes.
„Stetig folgt sie mit ihrer Blüte dem Lauf der Sonne. (…) Bewundernd verliert sich der Blick in der Spiralform ihrer Blüte, die wie ein Sonnenmandala anmutet. Die Spirale als Grundform des Lebens zeigt sich auch im Aufbau vom Blatt und Stängel. Sie schraubt sich regelrecht zum Licht empor. Auch wenn sie alles versucht der Sonne nah zu sein, beugt sie sich schließlich unter der immensen Last ihrer Samen zur Erde. Übertragen wir diese Geste auf uns Menschen, dann finden wir in der Sonnenblume vor allem ein Heilmittel, das uns wieder im Einklang mit der Sonne schwingen lässt, wenn sich das innere Auge von lichten Prinzip des Lebens abgewandt hat.“
Margret Madejsky und Olaf Rippe
